Zurücklehnen und vom Wärmeschutz profitieren

Zurücklehnen und vom Wärmeschutz profitieren
Bild von Alina Kuptsova auf Pixabay

Eine energetische Modernisierung von Altbauten zahlt sich nachhaltig aus und spart bares Geld. 

(djd). Die Eigenheime in Deutschland sind wahre Energieverschwender. Immerhin ist der Gebäudebestand in Deutschland nach Angaben des Bundesumweltamtes für ein Drittel der Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich.

Ein Grund: Altbauten aus den 1970er- bis 90er-Jahren befinden sich meist energetisch nicht mehr zeitgemäß. Ein mangelnder Wärmeschutz führt oft dazu, dass viel Energie über die Außenwände der Gebäude ungenutzt verloren geht – dadurch muss entsprechend mehr geheizt werden.

Ein energetisches Modernisieren zahlt sich aber nicht nur durch Einsparungen beim Heizenergieverbrauch aus, es profitiert auch der Klimaschutz davon, und die Bewohner können sich über ein behaglicheres, ganzjährig ausgeglichenes Raumklima freuen.

Staatliche Zuschüsse von bis zu 25% der Kosten machen Investitionen in die Energieeffizienz noch attraktiver. 

 

Über Jahrzehnte gut gedämmt

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay 

 

Wie nachhaltig die Wärmedämmung des Eigenheims ist, hängt vom verwendeten Material ab. Langlebigkeit, Effizienz und Recyclingfähigkeit sind dabei wichtige Aspekte.


Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hat die Unterstützung neu geregelt: 20 Prozent der Kosten einer Wärmedämmung gibt es als Zuschuss, zusätzlich ist ein fünfprozentiger Bonus möglich, wenn ein Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan für das Eigenheim erstellt hat. Nach der grundsätzlichen Entscheidung für das Modernisieren stellt sich die Frage nach dem „Wie". Dabei sind Aspekte wie Langlebigkeit, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Dämmmaterials entscheidende Faktoren. So bewährt sich etwa expandiertes Polystyrol (EPS), bekannt unter dem Markenbegriff Styropor, seit Jahrzehnten beim Einsatz an Hausfassaden. Das Material ist langlebig, hoch wirksam und verbindet ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis mit einer einfachen Verarbeitbarkeit.

Die Bewohner profitieren zu jeder Jahreszeit von einem gesünderen Raumklima, ohne ein klammes Gefühl im Winter und ohne Überhitzung in den Sommermonaten. „Kein anderer Dämmstoff ist so effizient und ökologisch bei den Anwendungen Wand, Flachdach und Kelleraußenwand", sagt Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung des Industrieverbandes Hartschaum e.V. (IVH). Das Material wurde laufend weiterentwickelt und dämmt das Eigenheim bei professioneller Ausführung ein Hausleben lang.


Neue Verfahren für das Recycling


Doch was passiert mit der Dämmschicht nach den Jahrzehnten der Nutzung? Eigenheimbesitzer, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, können dazu die jeweilige Ökobilanz des Dämmstoffs unter die Lupe nehmen und sich über Recyclingmöglichkeiten informieren. Unter www.ivh.de gibt es umfassende Materialien dazu. Heutige EPS-Dämmstoffe zum Beispiel sind komplett recycelbar. Baustellenabschnitte werden gesammelt und gehen in die Produktion zurück. Zudem eröffnet im Juni 2021 mit dem europäischen Projekt Polystyrene Loop die erste Recyclinganlage für ältere Dämm-Materialien.