Wie Sie als kleines Unternehmen Ihre Digitalisierung voran treiben können

Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen

In der Pandemie wollen kleine und mittlere Unternehmen ihre Digitalisierung voran treiben und ausbauen. Die Firmen brauchen mehr Leads und Verkäufe über das Internet. Hier sollte man struktuiert vorgehen, damit man die potentiellen Kunden auch erreicht. 

Alles beginnt mit einer soliden Webseite, die einfach zu aktualisieren ist. Mit welchem System lässt sich dies bewerkstelligen, ohne auf teure Agenturen und Baukästen zurück greifen zu müssen? Hier gibt es zwei Optionen.

 

  • Eine statische Webseite, für Unternehmen die Informationen und Content über ihre Produkte und Dienstleistungen veröffentlichen wollen. Diese bestehen aus HTML Seiten und lassen sich entweder online oder auf dem Rechner aktualisieren. Wichtig ist, das Aussehen der Seite vom Inhalt getrennt ist, dann kann man jederzeit den Look ändern, ohne die Inhalte zu verschieben.

 

  • Eine dynamische Webseite, in Form eines Content Management Systems. Das wohl bekannteste ist Wordpress, das von 35% aller Webauftritte eingesetzt wird. Der Vorteil ist hier, das Sie volle Kontrolle über die Webseite haben und das System beliebig mit Plugins und Erweiterungen ausbauen können. Wordpress ist Open Source und kostenfrei. Selbst Shops sind möglich und lassen sich problemlos aufsetzen. Allerdings muss man sich vorher erkundigen, welche Kombinationen an Erweiterungen sinnvoll sind und was das System ausbremsen könnte.  Statt sich ein vorgefertigtes Theme mit überladenen Funktionen zu kaufen, ist es ratsam das System möglichst schlank zu halten. Die Webseite wird bei dynamischen Systemen erst dann zusammen gesetzt, wenn sie jemand aufruft. Das muss verarbeitet werden und bildet gleichzeitig die Schattenseite einer dynamischen Webseite. 

Dynamische oder Statische Webseite? Es kommt auf Speed an. 

Im Internet kommt es zunehmend auf Geschwindigkeit an. Ein System das immer mehr Erweiterungen laden muss, kann nicht schnell sein. Für Wordpress gint es Site Builder, Plugins und endlos viele Themes. Je mehr geladen werden muss, desto langsamer wird das System. Sind dann vereinzelte Plugins schlecht programmiert oder vertragen sich nicht mit anderen Erweiterungen, wird die Seite langsam und zäh.

Inzwischen gibt es  Erweiterungen, die diesen Effekt wieder etwas abmildern. Für den Laien kann es dann schwer werden. Geschwindigkeit ist ein wichtiger SEO-Faktor. Mit Pagespeed Insights können Sie ganz einfach testen, wie schnell Ihre Webseite ist. 

Kleinen Unternehmen empfehlen wir Publii, ein kostenloses CMS, das statische Seiten erzeugt und sehr schnell ist. Auch hier gibt es Themes und ausreichend Funktionen, um eine gute Webseite zu erstellen. Existierende Wordpress Seiten lassen sich problemlos auf Publii migrieren. 

Digitalisierung für kleine Unternehmen

Es werden auch sogenannte Web-Baukästen mit vielen Funktionen angeboten. Man wählt sein Paket und kann sofort loslegen. Auf Wunsch mit Internetadresse und Email-Postfach. Auch hier gibt es Nachteile, denn man bindet sich sehr stark an den Anbieter und verzichtet meist auf einen Umstieg zu einem günstigeren Anbieter, wenn die Webseite einen gewissen Umfang erreicht hat. Es soll auch schon vorgekommen sein, das der Anbieter seinen Service eingestellt hat. Dann ist die mühsam erstellte Webseite futsch. Es ist daher nicht unwichtig, wem man seine Daten anvertraut. Etwas Recherche im Vorfeld kann nicht schaden.

Online Marketing- Zählen, Messen, Wiegen...und nicht schätzen.

Sie kennen das aus der Inventur. Die mengen- und wertmäßige Bestandsaufnahme aller Vermögensteile und Schulden. Ohne die Erfassung von Daten, kann man kein Geschäft führen. So ist es auch im Internet. Man braucht Daten und muss wissen, wo man steht. Sie brauchen detaillierte Zahlen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Im Web übernehmen das die Tracker, die zum Beispiel alle Seitenaufrufe zählen, die Herkunft der Benutzer erfassen und Vieles mehr. Werkzeuge wie Google Analytics, Facebook Pixel und weitere Tools informieren Sie über das Nutzerverhalten. Sie können jederzeit nachjustieren und die Webseite anpassen. Bei Printanzeigen geht das nicht.

Datenschutz ist in aller Munde und daran muss man sich halten. Cookie Banner, umfangreiche Datenschutz-Erklärungen, Impressum und Allgemeine Geschäftsbedingungen bei Shops müssen überprüft werden. Informationen hierzu findet man auf einschlägigen Webseiten, wie Erecht24. Es stellt sich stets die Frage, ob das was man tut auch erlaubt ist. Wenn Sie Daten und Anfragen über Formulare erfassen, ist für eine verschlüsselte Übertragung zu sorgen. 

Online Marketing funktioniert nicht von heute auf Morgen. Bringen Sie Geduld mit, bis alle Maßnahmen greifen. Schreiben Sie für Ihre Kunden und nicht aus Eigenlob. Erzählen Sie spannende Geschichten, geben Sie Mehrwert und schütteln Sie die Inhalte nicht aus dem Ärmel. Gibt es im Unternehmen keinen Mitarbeiter, der gut schreiben kann, dann lagern Sie das aus und lassen sich Content erstellen. 

Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, einmal etwas in Auftrag zu geben, was dann ein ganzes Jahr vorhält. Im Netz muss man ständig aktiv sein und Neues produzieren. Zum Beispiel im Form eines Blogs.